Weber Grill oder Napoleon Grill – welcher ist besser

Gute Grills gibt es von vielen Herstellern. Die Geschmäcker der Grillmeister sind halt verschieden. Weber hat mit seinen Kugelgrills und Gasgrills die Latte bei den Hobby- und Profigrillern sehr hoch gelegt und erfreut sich ungebannter Beliebtheit. Doch haben sich weitere Hersteller ebenso gut platziert und tolle Geräte im Angebot auf die es sich definitiv lohnt einen Blick zu werfen.

Immer öfter laufen mir dabei die Grills von Napoleon über den Weg. Nicht nur, dass ich immer öfter von diesem Hersteller lese, nein, auch im Bekanntenkreis wurde der ein oder andere Gasgrill von Napoleongrills bereits angeschafft. Grund genug Mal einen detaillierten Blick auf diesen Hersteller zu werfen – vor allem in direkten Vergleich mit dem „Platzhirsch“ Weber Grill.

Die Oberklasse der Napoleon Gasgrills

Napoleon – eine Marke mit deutschen Wurzeln
Das Unternehmen wurde bereits 1976 von dem Deutschen Wolfgang Schroeter in Kanada gegründet (damals noch unter anderem Namen) und war auf die Verarbeitung von Stahl spezialisiert. Von einem kleinen „Familienunternehmen“ mit nicht mal 100 qm Produktionsfläche ist das Unternehmen mittlerweile mit über 100.000 qm und über 700 Mitarbeitern enorm gewachsen. Die angebotenen Produkte reichen von Kaminen und Öfen bis hin zu den erwähnten Napoleon Grills im Preissegment ab ca. 200,- Euro aufwärts bis hin zu ca. 5.000,- Euro.

Napoleon Gasgrills - perfekt verarbeitet

Bekannte Produktlinien, die sich in Ausstattung, Verarbeitung, Umfang, Herstellungsland (Nord Amerika oder Asien) und entsprechend auch dem Preis unterscheiden sind bspw. die Prestige PRO Gasgrill Stationen (absolute Premiumklasse), die Prestige Gasgrill Geräte (für Fortgeschrittene), LEX und LE Gasgrills (eher für die Anfänger unter den Grillern gedacht, aber natürlich auch von Vollprofis nutzbar). Auch die Triumph Gasgrills wenden sich an Einsteiger. Weitere mobile Grills für Camping, Außenküchen und Einbaugasgrills runden das Gesamtportfolio der Gasschiene ab. Bei den Holzkohle-Grills wird eine kleinere Auswahl von Kugelgrills aber auch Smokern in unterschiedlichen Ausführungen angeboten (z. B. in der größten Version mit Rollwagen und Ablageflächen). Hervorzuheben ist hier sicherlich die gute Ausstattung und Verarbeitung der Kohlegrills, die sich von anderen Herstellern abhebt.

Napoleon bietet also eine Vielzahl an Gasgrills und eher weniger „klassische“ Kohlegrills – wobei hier interessant zu erwähnen ist, dass man durch einen gusseisernen Einsatz im Grunde jeden Gasgrill auch mit Kohle betreiben kann. Das ist eine wirklich sehr gute Idee, wenn man sich nicht dauerhaft festlegen will. Auch das weitere Zubehörprogramm kann sich sehen lassen. Grillfans finden im Grunde alles als Extra was das Herz höher schlagen lässt.

Die Napoleon Gasgrills lassen sich mit optional erhältlichem Einsatz auch mit Kohle betreiben

Ein fast unschlagbares Argument für einen Gasgrill von Napoleon ist sicherlich die sogenannten Sizzle Zone. Dank diesen mit Infrarot betriebenen Brennern entstehen Temperaturen von beinahe 1.000°C, die ideal für die Zubereitung eines perfekt gegrillten Steaks geeignet sind. Von außen erhält das Steak auf der Sizzle Zone eine geile Kruste, von innen bleibt es noch schön zart – je nach gewünschter Garstufe. Diese Features, was man bei vielen anderen Herstellern vergeblich sucht, gibt es bspw. ab dem Napoleon LE 3, der bei etwa 1.300,- Euro liegt. So eine Sizzle Zone würde mir besonders gefallen! Schauen wir aber auch mal was die Kollegen von Weber zu bieten haben.

Weber – der Marktführer
1952 gründete Stephen Werber sein Unternehmen Weber Grill und erfand gleichzeitig eine für die damalige Zeit neuartige Grillform: den Kugelgrill. Was damals klein in den USA begann, hat sich mittlerweile zum Marktführer für Premiumgrills entwickelt. Weber ist in mehr als 30 Ländern der Welt vertreten und bringt seine hochwertigen Gas- und Kohlegrills ausschließlich über autorisierte Fachhändler an den Grillfreund. Dabei glänzen die Weber Grills durch ihre hohe Qualität und Langlebigkeit sowie die durchdachte Bedienweise.

Weber setzt gleichermaßen auf Gas und Kohle, bietet in beiden Disziplinen ein sehr ausgeglichenes Sortiment. Gasgrills sind besonders beliebt in den USA und kommen in Deutschland auch immer mehr in Mode. Aber viele Grillfans hierzulande wollen nicht auf Holzkohle und den damit verbundenen Geschmack des Grillguts verzichten und bevorzugen daher die Kugelgrills – z.B. von Weber. Mit unterschiedlichen Größen (z. B. 47 cm oder 57 cm) und Ausstattungen (Kettle, One-Touch, Master-Touch etc.) bietet Weber seine kugeligen Grills (auch als Grillstation mit Ablage- und Stauflächen) je nach Größe des Geldbeutels an. Durch den Deckel kann das Grillgut auch indirekt gegart werden und Lüftungsschlitze ermöglichen die richtige Luftzirkulation. Ebenfalls hat Weber tragbare Grills für das „Unterwegserlebnis“ oder kleine bis große Smoker im Angebot.

Ein Klassiker unter den Kugelgrills: Der Weber Mastertouch mit GBS System

Auch im Bereich der Gasgrills ist Weber bestens aufgestellt – von klein und mobil, über großzügig bis riesig. Mit den Grills aus der Serie Q 1×00 startet das Gasgrillvergnügen ab ca. 200,- Euro bis 300,- Euro auf dem eigenen Balkon oder der eigenen Terrasse, die Serien Q 2×00 und Q 3×00 (ab ca. 400,- Euro bis 500,- Euro) bedienen gehobenere Ansprüche und ab der Geräteklasse Spirit (600,- Euro bis 900,- Euro aufwärts) fängt es dann auch richtig an Spaß zu machen. Darüber positioniert Weber die Linien Genesis (um die 1.200,- Euro bis 1.500,- Euro) und Summit (ab 2.700,- Euro aufwärts), die auch höchstens Profi-Ansprüchen an einem modernen Gasgrill gerecht werden. Je nach Modell bietet der Weber Gasgrill dann eine unterschiedliche Anzahl an Edelstahlbrennern, Ablageflächen, Seitenkochern & Co. – oder auch einer Sear Station, die scharfes Anbraten ermöglicht. Gefühlt bietet hier Napoleon bei den Gasgrills aber noch eine Ecke mehr (lässt sich das aber auch zum Teil bezahlen). Dennoch ist die Sizzle Zone für mich kaum zu toppen.

Weber Genesis Gasgrill für gehobene Ansprüche mit GBS System

Welcher der beiden Hersteller den richtigen Grill für einen selbst parat hat, muss jeder Grillmeister letztlich selbst für sich entscheiden. Weber ist sicher der Platzhirsch unter den Kohlegrills, die Sizzle Zone von den Napoleon Gasgrills ist aber natürlich ein triftiges Argument für diese Marke – je nachdem wie man selbst einen Schwerpunkt also legt. Ein Blick auf beide Marken sollte man bei der Neuanschaffung definitiv wagen und für sich dann die Vorteile abwägen. Grills beider Firmen, egal ob für die Kohle oder Gas, findet man z. B. bei Grillfürst online oder auch im gut sortierten Fachhandel offline vor Ort. Welche der beiden Marken ist euer Favorit? Wie zufrieden seid ihr mit eurem Weber oder Napoleon zuhause? Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

Weitere Weber und Napoleon Grills gibt es auch hier:
Napoleon

Weber

15 Kommentare auch kommentieren

  1. Ferdinand sagt:

    Wow, da hast du dir aber echt viel Mühe bei dem Artikel gegeben. Ich wollte eigentlich einen Weber kaufen, aber jetzt schaue ich auch nochmal bei Napoleon, obwohl die eigentlich mein Budget übersteigen…. schwere Entscheidung. Weiter fröhliches Grillen! Ferdi

  2. Oleg sagt:

    Die Sizzle Zone ist ja wohl mal geil. Das kann ich mir richtig gut vorstellen darauf ein T-Bone scharf zu grillen und dann noch ein bisschen ruhen lassen und dann geht’s auf den Teller… lecker! Den behalte ich mal im Auge. Vielleicht gibt es ja mal ein Angebot.

  3. Lasse sagt:

    Da muss ich meine eigentliche finale Entscheidung für einen Weber Gasgrill ja nochmal in Frage stellen – verdammt!!!

  4. Olaf sagt:

    JETZT WILL ICH AUCH EINE NAPOLEON!

  5. Felix sagt:

    Weihnachten steht ja schon fast vor der Tür und ich glaube, dass ich mit so einen Napoleon gönnen werde. Freu!!

  6. Sascha sagt:

    Grundsätzlich komme ich aus meiner langen Erfahrung zu dem gleichen Ergebnis. Betrachtet man nur die reine Funktion, dann kann man das so stehen lassen. Was mir jedoch bei den Vergleichen immer etwas zu kurz kommt ist die Materialbeschaffenheit und die Wärmeverluste. Da ich beide Grills in Gebrauch habe muss ich sagen das hier der Weber dem vergleichbaren Napoleon weit überlegen ist. Lässt man mal die Sear Station und die Sizzle Zone außen vor, dann stellt man fest das der Weber bei gleicher Temperatur wesentlich weniger Gas verbraucht und damit die Temperatur viel besser hält. Auf Dauer zahlt sich dies aus, gerade bei Gerichten wo der Deckel über lange Zeit geschlossen bleiben sollte und auf kleinen Temperaturen gegrillt wird. Wir haben hier den Test gemacht und „Pulled Pork“ über 12 Stunden im Grill garen lassen. Geschmacklich erzielten beide Grills das gleiche Resultat (HAMMERLECKER), aber der Napoleon verbrauchte 27 % mehr Gas. Wahrscheinlich wird jetzt das Gegenargument kommen, das der richtige Grillmeister nicht auf den Verbrauch guckt, aber ich kann Euch sagen das der „Normalgriller“ hier auf Dauer echt Geld sparen kann bei gleichem Ergebnis des Grillguts. Für den Profigriller der die Sizzle Zone auch wirklich oft nutzt, bleibt auch für mich der Napoleon ungeschlagen, obwohl auch die Sear Station von Weber hier schon fantastische Ergebnisse erzielt… Ich hoffe dieser Beitrag hilft Euch weiter. Egal ob Weber oder Napoleon: Lasst es Euch schmecken – mit beiden Grills kann man Grillen wie die Profis!

  7. Andreas sagt:

    Es ist ein Napoleon geworden…!
    Ich habe mich lange und intensive mit meinen Favoriten beschäftigt. Weber und Napoleon sind beides Spitzenprodukte und das Zubehörsortiment ist ausreichend. Am Ende muss man das Objekt der Begierde im original anschauen und vor allen Dingen anfassen!
    Ich also in der finale Entscheidungsphase erst zum Weber-Händler und anschließend zum Napoleon-Händler.
    Die Entscheidung fiel prompt und klar, es wurde ein Napoleon P500. Rein subjektiv und persönlich. Allein das Deckel-Öffnen ist schon deutlich komfortabler als beim Weber aufgrund des mittigen Drehpunktes. Weber hat hier die Achse hinten, was den Deckel schwerer öffnen lässt. Weiterer Punkt ging für mich an die sehr massiven Edelstahlgrillroste. Herrlich. Und natürlich die Sizzle-Zone mit ihrem Gussgrillrost. Das wollte ich.
    Die ersten Grill-Erfahrungen konnte ich machen und bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.
    ABER: Jeder wie er will und was er braucht. Weber ist nicht zu Unrecht der Platzhirsch. Super viele Händler (auch Baumärkte), die Zubehör verkaufen. Da ist Napoleon schon etwas zarter aufgestellt. Wahrscheinlich schaut eh jeder erst einmal bei Weber aufgrund der Bekanntheit. Wer sich dann intensive mit der Thematik beschäftigt stößt irgendwann auf die anderen Großen wie Napoleon oder auch BroilKing.
    Aber wie wurde in anderen Foren von uns Verrückten schon richtig beschrieben: Egal welche Marke, am Ende zählt doch, dass was leckeres dabei rauskommt. In diesem Sinne, allen einen grillreichen und kulinarisch erfolgreichen Sommer…

  8. hh sagt:

    Ganz tolle Informationen!

  9. Thomas sagt:

    Interessante Kommentare, die ich nur bestätigen kann. Ich bin seit April im Besitz eines Napoleon P500 und begeistert. Ich kam vom Weber Holzkohle Kugelgrill, somit war indirektes Garen kein Neuland. Aber ein Steak in der Rückwärtsmethode mit anschließendem Sizzlen ist schon ein tolles Geschmackserlebnis. Ebenso genial ist Fisch auf dem Holzbrett. Auch die Pizza auf dem Pizzastein ist lecker. Nun habe ich endlich meine Küche im Garten und kann mich hier ausleben. Noch einTip, es gibt nicht nur von Napoleon tolle gußeiserne Auflaufformen. Darin gelingt das Gemüse gut.
    Lg und immer genug Gas in Reserve

  10. Guido sagt:

    Hallo Jungs,

    man sollte hier mal einen, zumindest für mich, ganz wichtigen Punkt erwähnen: Der Weber Summit zum Beispiel hat keinen Platz für die Gasflasche im Schrank und sie muss daneben aufgehangen werden. Für mich ein Unding. Geschuldet ist das der Fett-Auffangschale, die auf einem mächtigen Querbalken angebracht ist. Außerdem sollte man sich bei dem 4390,- Euro teueren Weber mal die Drehknöpfe ansehen. Die kann man in alle Richtungen verbiegen und zeugen nicht von hoher Qualität in dem Preissegment. Zudem ist mir aufgefallen, dass er auf der Rückseite freiliegende Kabel hat und die Rollen sind im Durchmesser zu klein und dadurch kann der Weber nicht gut bewegt werden.
    Was man auch berücksichtigen kann/sollte: Der Motor der Rotisserie ist beim Weber stets vorhanden und steckt in der rechten Box. Wenn man also das Gerät reinigt, kann Wasser ihn beschädigen.

    Was ganz anderes ist im Vergleich der Napoleon LEX 730. Da wackelt nix, der Motor ist abzubauen und kann sicher in den üppigen Stauräumen verstaut werden.
    Und das 1.100 Euro günstiger und mit 32 KW Power!! Selbst der vergleichbare Prestige kostet „nur“ 3.800″ Euro.
    Für mich ist das eine klare Sache für Napoleon. Das ist natürlich nur meine Meinung und wer andere Prioritäten setzt, hat auch Recht.

  11. grillender Pfälzer sagt:

    also, dass ein Napoleon LEX 485 für Anfänger sin soll, kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne das Gerät aus dem FF. Mit den Features, welches dieser Grill bietet, ist der mindestens in der Fortgeschrittenenklasse anzusiedeln.
    Allem anderen kann ich soweit zustimmen.

    Gut Grill

    Gruß Ebi

  12. Dennis sagt:

    Der Napoleo ist einfach ein Spitze Gerät, mann muss wirklich Preis und Ausstattung vergleichen. Bin schon immer ein Weberfan aber der Napoleon ist wirklich sein Geld wert.

  13. Peter sagt:

    hatte über mehrere Jahre Produkte der Firma Weber. Angefangen mit einem Holzkohle Kugelgrill und dann die letzten drei Jahre einen Gasgrill (Q3000).
    Die Gusseisernen und emaillierten Grillroste sind leider sehr empfindlich, der Grill als solches war auch nicht einfach sauber zu halten. Das war ausschlaggebend für einen Grill der überwiegend aus Edelstahl gefertigt ist. Da kommt man an Napoleon nicht vorbei. Wie bereits mehrfach angesprochen… die sizzle Zone. Der Hit! Es wurde der Rouge 3, er erfüllt meine Wünsche zu 90%, wäre die sizzle Zone etwas größer hätte ich 100% Freude. Alles eine Frage des Preises. Rouge 3 für rund 1.100,00 oder (die vielleicht bessere Wahl) der LEX 485 für 1.550,00.
    Mit den Erfahrungswerten stand Heute wäre es der LEX 485 geworden. Das ist bei diesen Produkten aber jammern auf hohem Niveau.

  14. Johannes sagt:

    Napoleon Gasgrill TRAVELQ PRO 285

    Hat jemand von euch den Napoleon Gasgrill TRAVELQ PRO 285?
    Seit ihr mit ihm zufrieden?
    M.f.G
    Johannes

  15. Michael Rüker sagt:

    Stehe vor der Griller Kaufentscheidung. Moechte neben den „ueblichen“ Sachen auch Huehner und Enten am Drehspiess machen.

    Hier aber meine Frage an die Profis:
    Obwohl der Lex485 mit sinem backburner dafuer geeignet scheint bietet Napoleon keine Tropftasse an, um die austretenden Braten Saefte aufzufangen. Hab ich da was uebersehen? Ist mein Wunsch abartig?

    Bitte um Erleuchtung.

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