Rinderfilet – immer noch ein klasse Steak Cut

Porterhouse, Tomahawk, Flank Steak & Co. – finde ich alles richtig super und lecker. Aber manchmal muss es einfach auch ein Rinderfilet sein – was gegen diese besonderen Steak Cuts fast schon altbacken wirkt. Dabei ist das Filet natürlich qualitativ immer noch das beste Stück Fleisch vom ganzen Rind und einfach ein tolles Steak mit dem man geschmacklich absolut nie was falsch macht. Oder ist da jemand anderer Meinung?

Wie dem auch sei: Neulich gab es bei mir also mal wieder das klassische Rinderfilet-Steak – mit ordentlichen 350 Gramm (die Dame an der Fleischtheke meinte es sehr gut beim Zuschneiden, ich habe sie da aber nicht bremsen wollen). Mit gut 4-5 Euro pro 100 Gramm muss man beim Rinderfilet eigentlich immer rechnen – aber es lohnt sich absolut.

Die Zubereitung ist denkbar einfach und wenn man sich an die Zeitangaben hält, kann auch eigentlich so gut wie nichts schief laufen. Ich präferiere ja Medium-Rare als Garstufe, wer es eher Medium möchte hängt ein paar Minütchen dran (wer das Fleisch über Medium möchte, den verstehe ich nicht, haha). Zwei simple Schritte: erst anbraten, dann im Ofen nachziehen lassen, fertig!

Also, so wird das Filetsteak richtig gut:

  1. Aus dem Kühlschrank nehmen und ca. eine Stunde ruhen lassen, damit das Fleisch sich an die Zimmertemperatur angleichen kann.
  2. Den Ofen auf ca. 100 Grad vorheizen für das spätere Nachziehen
  3. Öl in die Pfanne geben (ich nehme meist Rapsöl, da es sehr hohe Temperaturen verträgt) und die Pfanne heiß machen
  4. Wenn das Öl leicht zu dampfen anfängt, das Steak zum anbraten in die Pfanne geben
  5. Für ca. 3:30 Minuten von einer Seite braten, dann wenden und nochmal 3:30 Minuten die andere Seite braten (das kommt aber auch etwas auf die Dicke des Steaks an, bei 350 Gramm ist das jedenfalls nicht zu wenig und nicht zu viel – ich will es ja medium-rare haben)
  6. Nach den insgesamt gut 7 Minuten Bratzeit darf das Steak dann noch ca. 10 Minuten bei 100 Grad im Backofen ruhen
  7. Danach anrichten, das Steak mit Meersalz und schwarzem Pfeffer versehen, fertig!

Rinderfilet mit Beilagen

Ich habe dazu noch minimale Beilagen gemacht… Ofentomaten, eine schnelle Balsamico-Zwiebel und Süßkartoffelchips.  Hauptaugenmerk lag aber eindeutig für mich auf dem Filetsteak. Und das war wieder eine Wucht. Das könnte ich auch ganz ohne Beilagen essen… es läuft mir beim Schreiben dieser Zeilen schon wieder das Wasser im Munde zusammen 😉

Rinderfilet mit Ofentomaten und Süßkartoffelchips

Das hier zubereitete Filet war absolut zart, mager und trotzdem schön saftig. Ganz so wie es im Buche steht. Abgerundet wurde das kleine Festmahl mit einem IPA von Lagunitas. Dieses India Pale Ale hatte ich mir kürzlich bei einem Amsterdam-Besuch mitgebracht, denn obwohl es aus Chicago bzw. Kalifornien kommt, kann man es in einem üblichen Supermarkt kaufen (liegt daran, dass Lagunitas mit Heineken zuhängt). Zum Fleisch war das IPA auf jeden Fall perfekt.

Wer schwört also noch auf das Rinderfilet als Steak? Habt ihr noch besondere Tipps für die Zubereitung? Wie wird euer Steak perfekt? Lasst es mich wissen.

3 Kommentare auch kommentieren

  1. Claudio sagt:

    Also was heißt denn immer noch? Natürlich ist das Filet das beste Stück was man kriegen kann. 350 Gramm find ich schon voll ok, Männer Cut eben 😉

  2. Johannes sagt:

    ich find ein Filet auch richtig lecker, vielleicht etwas langweilig bei der mittlerweilen großen Auswahl an tollen Steak-Cuts mit Dry Age & Co., aber eben wie du schreibst ein Klassiker!

  3. Daniel sagt:

    Auf dem Grill finde ich ein Steak mit Fettanteil deutlich besser, für in der Pfanne macht ein Rinderfilet schon mehr Sinn. Lecker ist beides, ist ja klar.

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